Pferde
in antiken Kulturen
Eine große Bedeutung erhielt das Pferd im alten Griechenland, es wurde
als heiliges Wesen angesehen, geschaffen vom Gott Poseidon. So waren es
auch Pferde, die das Gespann des Sonnengottes Helios jeden morgen auf
seiner Bahn ziehen, „während die Mondgöttin Selene auf ihrem Pferde
ins Dunkel weicht.“
In vollendeter Form dargestellt ist dies als Teil des berühmten
Marmorfrieses am Pergamonaltar. Die meisten Pferdedarstellungen der
damaligen Zeit befassen sich mit dem Motiv des von Pferden gezogenen
Wagens, der von den Griechen nicht zu Kriegs- sondern allein zu
Sportzwecken gebraucht wurde. Für einen Sieg bei einem solchen Rennen
wurde den Göttern oftmals eine Weihetafel mit einer Reliefdarstellung als
Dank dargebracht.
Anders
als bei den Griechen stand bei den Römischen Pferdedarstellungen nicht
die Schönheit und die Anmut des Wesens Pferd in Vordergrund, sondern
allein seine Funktion als „Staatsross, Paradepferd, Repräsentationsstück“
So strahlt eines der großartigsten Werke der römischen Plastik, das
Standbild des Kaisers Marc Aurel auf dem römischen Kapitol auch nicht Schönheit
und Form, sondern Größe und Format aus. Dieses wurde zum „Vater aller
späteren Reiterbildnisse, von denen doch keines an dieses heranreicht.“