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Pferdedarstellungen und Portraits
Mit Pferdeportraits im kleineren Format befasse ich mich ja schon seit mehreren Jahren und so darf gerade dieser Punkt hier nicht fehlen. Anfangs habe ich mich dabei nur an kleinere vor allem Kopfportraits im Format bis maximal DIN A4, meist ausgeführt als Bleistift oder Pastellkreidezeichnungen, gewagt. Für meine Facharbeit dagegen habe ich mir auch vorgenommen eine großformatigere Pferdedarstellung anzufertigen. Inspiriert durch Portraitdarstellungen von George Stubbs entstand so eine 50x70 cm große Darstellung eines Pferdes. Dabei erwies sich die Größe in mehrerlei Hinsicht als schwieriger als zu Beginn angenommen. So sind mir schon bei der Vergrößerung des Motivs (als Vorlage diente mir eine Foto) Fehler im Bezug auf die Anatomie unterlaufen. So wirkt der Kopf im Verhältnis zum Rest des Körpers wohl eher etwas zu wuchtig. Ein weiteres Problem waren der gewählte Untergrund, eine mit Leinwandstruktur versehene Platte, in Verbindung mit dem Zeichenmittel der Pastellkreide. Durch den rauen Untergrund, der mir zuerst als vorteilhaft erschien, benötigte ich weit mehr Kreide als zu Beginn angenommen und ich durfte es nicht versäumen, bereits fertiggestellte Stellen rechtzeitig zu fixieren, da ansonsten alles sehr schnell verwischt wäre. Vor allem aber viel mir die Wahl des Hintergrundes sehr schwer. Diesmal sollte im Gegensatz zu meiner Jagdszene, das Pferd im Vordergrund stehen und für sich wirken. Zuviel Landschaft im Hintergrund hätte diesen Eindruck sicherlich geschmälert, deshalb entschied ich mich dafür die Pferdefigur in Mitten einer angedeuteten Wiese zu stellen, die am Horizont direkt ohne Andeutung weiterer Landschaftselemente in den Himmel übergeht. Eine Pastellkreidezeichnung in dieser Größe anzufertigen war eine ganz neue Erfahrung für mich, die mich in Zukunft daran hindern wird sie in diesem großen Format auszuführen. Für Bilder in dieses Formates scheinen mir Malmittel wie Acrylfarbe wohl doch als geeigneter. Diese Erfahrung lies mich schnell wieder zu meinem gewohnten Format zurückkehren und so entstanden einige weitere Portraitzeichnungen auf Papier, sowohl als Pastellkreide- wie auch als Kohle- oder Bleistiftzeichnung, bei deren Anfertigung ich mich wieder wesentlich wohler und heimischer fühlte.
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